Neuraltherapie

Der Begriff entstand in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts und umschreibt eine Behandlung neurologischer Strukturen mit Lokalanästhetika.

So genannte „Sekundenphänomene“, das Verschwinden von Beschwerden in einer Körperregion, welche oft weit entfernt des Injektionsortes lag ließ als einzige Erklärung den Einfluss auf das Nervensystem des Körpers zu.

Mit extrem dünnen Kanülen wird ein geeignetes Mittel in das entsprechende Hautsegment, ein Störfeld (ein, nicht näher definierbares Gebiet mit pathologischer Wirksamkeit wie z.Bsp. Narben) oder einen Triggerpunkt injiziert.

Der Effekt entsteht nach bisherigen Erkenntnissen aufgrund der Umstimmung des Reizleitungssystems, der Unterbrechung von Schmerzkreisläufen und der Aktivierung körpereigener Reparatursysteme in der betreffenden Region.

Hier gibt es Parallelen zu anderen naturheilkundlichen Reiztherapien wie der Akupunktur oder dem Schröpfen.

Wichtig ist, vorher manifeste Schmerzursachen auszuschließen.
Den Schmerz zu bekämpfen ohne vorher seine genaue Ursache zu kennen ist der falsche Weg!

 

Die Anwendungsgebiete der NT sind äußerst vielfältig.
Nur kurz angesprochen sei hier die Schmerztherapie als solche, die Störfelddiagnostik bzw. Störfeldtherapie mit der gesamtkörperliche Effekte erreicht werden und die Anwendung am Bewegungsapparat durch Lösen von verkrampften, unterversorgten Muskeln und damit der Korrektur der gestörten Statik.

Durchblutungsstörungen können gebessert, Nervenfunktionen optimiert und Selbstheilung stimuliert werden.