Erfahrung


„Die Medizingeschichte hat gezeigt, dass die Erfahrung in aller Regel der wissenschaftlichen Aufarbeitung vorausgeht. Dies trifft besonders für Heilmethoden zu, deren Wirksamkeit durch die Resultate schon lange evident ist, bevor die Wissenschaft es mit ihren eigenen Methoden zu beweisen vermag…

…Manuelle Medizin ist ERFAHRUNGSHEILKUNDE, was sie mit anderen schulmedizinischen Disziplinen gemeinsam hat. Und Erfahrungsheilkunde besteht in der Verarbeitung von Erkenntnissen, die durch reproduzierbare Beobachtungen am Patienten gewonnen wurden. Die Medizin ist ohne Forschung nicht denkbar, sie ist aber vor allem auch eine Kunst und nicht nur reine Naturwissenschaft.“

(Dr. Wilfrid Coenen, Kinderarzt, „Manuelle Therapie bei Säuglingen und Kindern“)

 

„Richtig ist, was bewiesen werden kann, wahr ist demgegenüber nur eine konkret gelebte Situation, die wegen ihrer Einmaligkeit gerade unbewiesen bleiben muss“

(H. Pietschmann, Physiker, „Das Ende des naturwissenschaftlichen Zeitalters“)

  

Was ist „WISSENschaft“,  was WEIß man wirklich?


NICHTS, außer, dass irgend etwas passiert, wir nehmen ja irgend etwas wahr…

Und damit hat es sich, der Rest ist zu einem Teil Glauben, zum anderen Erfahrung. Diese Erfahrung ist wiederum subjektiv und durch unsere Wahrnehmungsmöglichkeiten der Umwelt begrenzt, das gilt für alle „wissenschaftlichen“ Versuchsaufbauten.

Jede absolut scheinende Erkenntnis kann im nächsten Augenblick als falsch dastehen, „Wissenschaft“ ist 

(Zitat eines hochgeschätzten Kollegen)

„Unkenntnis auf den neuesten Stand gebracht“.

 

Mehr als diesen neuesten Stand kann auch niemand erwarten, jeder Tag bringt, zumindest in der praktischen Arbeit neue Erkenntnisse welche verantwortungsvoll in die künftige Arbeit integriert und an andere Kollegen weitergegeben werden sollten.

Das tun Millionen von Heilkundigen seit Jahrtausenden und die angesammelte Erfahrung daraus finden wir bis heute als ERFAHRUNGSHEILKUNDE in zahlreichen Praxen.

Wenn Tausende Therapeuten mit einer Therapie bei bestimmten Beschwerden Heilerfolge hatten ist die Wahrscheinlichkeit, dass es bei den eigenen Patienten auch klappt recht groß, klappt es dann tausendmal in der eigenen Praxis ist die Wahrscheinlichkeit hochwahrscheinlich, was nicht ausschließt, dass es irgendwann bei einem oder mehreren Patienten nicht klappt.

Dann muss der Therapeut sich bei speziell diesen Patienten etwas Neues einfallen lassen, da offenbar ein Unterschied zu den anderen Patienten besteht, bei denen diese Behandlung immer noch unverdrossen erfolgreich ist.

Therapien und Mittel gibt es genug, sie müssen nur so GANZHEITLICH wie möglich abgewogen und auf den jeweiligen Patienten und sein Beschwerdebild abgestimmt werden.


Das ist die eigentliche Heilkunst, sie erfordert Zeit für den Patienten, den ehrlichen Wunsch, heilen zu wollen, permanente Erweiterung des eigenen Wissens und Könnens sowie ständige Selbstkontrolle!

 

Ein gewinnorientiertes Medizinsystem der Apparate und chemischen Medikamente versucht für sich „Wissenschaftlichkeit“ in Anspruch zu nehmen und alle vorsorglich als „unwissenschaftlich“ diskreditierten Heilverfahren zu verdrängen.

Vornehmlich auf Grundlage von Studien, die von eben den Gremien finanziert und gesteuert werden welche kommerzielle Interessen an den Ergebnissen haben.

Ein völlig systemkonformer marktwirtschaftlicher Vorgang, ob damit jedoch dem Wohl des Patienten gedient ist muss jeder für sich selbst bewerten…

 

CUI BONO…?