Akupunktur


 

Eine Jahrtausende alte Therapiemethode, welche durch Reizung reflektorischer Zonen (Akupunkturpunkte) mittels Nadelung Einfluss auf den energetischen Zustand von Organen bzw. Funktionskreisen des Körpers nimmt.

Die Entdecker wussten relativ wenig über anatomisch-physiologische Zusammenhänge im menschlichen Körper, sie wussten jedoch, ich möchte behaupten erheblich mehr als wir heute, über neurogene bzw. hormonelle oder auch anders determinierte Vorgänge, deren Mechanismen noch ihrer Entdeckung harren.

Tatsache ist, dass diese Methode, gerade im Kontext des darum gebauten philosophischen Systems von Yin und Yang und der Wandlungsphasenlehre seit Tausenden von Jahren hervorragend funktioniert.

Natürlich wird in unserem Kulturkreis auch dieses Phänomen wissenschaftlich untersucht. Dabei kamen erstaunliche Dinge zum Vorschein, welche aber mehr neue Fragen als Antworten erbrachten.

1. Akupunkturpunkte weisen gegenüber der umgebenden Haut einen geringeren elektrischen Widerstand auf

2. Zwischen Punkt und zugeordnetem Organ existieren unzweifelhaft Verbindungen, die in der Lage sind, Testisotope zu transportierten

3. Der Verlauf vieler Meridiane kommt den Verläufen peripherer Nerven verdächtig nahe.

4. Histologische Untersuchungen ergaben an einer großen Zahl von Punkten Durchtrittsstellen neurologischer Strukturen durch fasziales Gewebe, also Verbindungen „von außen nach innen“ bzw. umgekehrt.

 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Akupunktur bei einer Vielzahl von Erkrankungen der Haut, des Nervensystems, der Augen, des HNO-Bereichs, des Magen-Darm-Trakts, des Urogenitalsystems, des Herz-Kreislauf-Systems, der Atmungsorgane, des Bewegungsapparates und der Psyche.

(wie z.B.:Neuralgien, Lähmungen, Kopfschmerz/Migräne, funktionelle Herzbeschwerden, vegetative Dystonie, Asthma Bronchiale, Allergien, Arthritis, Arthrose, Wirbelsäulensyndrome und andere Schmerzsyndrome des Bewegungsapparates, depressive Verstimmungen, Schlafstörungen…)

 

In unserer Praxis wird Chinesische Medizin mit japanischen Behandlungsprinzipien kombiniert. Vorteil für den Patienten ist dabei u.a. das geringe Lumen der sterilen Einwegnadeln. Sie sind i.d.R. nur 0,16 mm dick so dass der Einstich oft gar nicht wahrgenommen und die Gewebeverletzung minimalisiert wird. Zu spüren ist meist nur das „De Qi Gefühl“, eine Missempfindung, verursacht durch die Stimulation des Punktes, welche aber nur sehr kurz auftritt und während der ca. 20-minütigen Verweilzeit der Nadeln nicht mehr spürbar sein darf.

Akupunkturwirkung tritt oft auf neurologischem Wege recht rasch ein, kann aber auch durch endokrinologische Wirkung bis 48 h nach der Behandlung auftreten. Eine (vorübergehende) Erstverschlimmerung ist möglich, sie ist ein Zeichen dafür dass erstens der Körper zu einer Reizantwort in der Lage ist und dass zweitens der Therapieansatz richtig war. Sie ist also, wenn sie auftritt durchaus positiv zu bewerten.